Die Power von Resilienz und wie du sie weckst

Jeder von uns muss Probleme bewältigen und Krisen meistern.
Manche Menschen finden allerdings nur schwer einen Weg aus der Situation. Andere hingegen betrachten Probleme und Krisen als Herausforderung, nicht als unüberwindbares Hindernis. Woran liegt das?

Der Begriff „Resilienz“ lief mir zum ersten mal in meinem Studium über den Weg. Ich war sofort begeistert und möchte mein Wissen heute mit dir teilen. Denn durch Resilienz kannst du achtsamer dir selbst gegenüber werden. Du kannst deine Selbstwirksamkeit kennenlernen und mehr Selbstbewusstsein entwickeln. Dadurch kann es dir in unserer Gesellschaft, die von männlichen Werten geprägt ist, leichter Fallen deinen Platz und deine Rolle als Frau* zu finden und zu vertreten.

Was bedeutet Resilienz?

Resilienz bedeutet psychische Widerstandskraft bei schwierigen Lebensbedingungen.

Resilienz ist eine Art Schutzschild für deine Seele. So wie du ein Immunsystem für deinen Körper hast, kannst du auch eins für deine Seele haben – die Resilienz.

Dadurch wirst du souveräner im Umgang mit schwierigen Situationen. Du lässt Negativität nicht so leicht an dich rankommen. Außerdem wirst du zuversichtlich und optimistisch. Du nimmst sie Lösung deiner Probleme aktiv in die Hand.

Deine Resilienz kann sich im Laufe des Lebens verändern. Sie ist also nicht starr, sondern im Fluss.
Das heißt, du hast die Möglichkeit, aktiv an deiner Resilienz zu arbeiten.

Was du von resilienten Menschen lernen kannst

Resiliente Menschen meistern Probleme leichter. Sie stürzen weniger oft in Krisen und ihre Psyche erholt sich schneller.
Woran kann das liegen?

1. Selbstwirksamkeit

Selbstwirksamkeit heißt, zu sehen, dass deine Handlungen etwas bewirken. Denn du bist den Problemen nicht ausgeliefert. Du kannst aktiv werden und etwas tun.
So merkst du, dass du ganz bewusst etwas zur Lösung deiner Probleme beitragen kannst. Das stärkt dich im Glauben an dich selbst.

2. Selbstachtung

Du siehst dich selbst positiv. Und du hast Achtung vor dir selbst.
So bekommst du automatisch Vertrauen in dich und deine Fähigkeiten.
Du glaubst daran, ein wertvoller Mensch mit vielen Kompetenzen zu sein.

3. Optimismus

Resiliente Menschen haben von Grund auf eine positive Lebenseinstellung. Sie sind zuversichtlich und glauben, es wird sich alles zum Guten wenden. Sie sehen Sinn im eigenen Handeln und sie denken, etwas bewirken zu können.

4. soziale Bindungen

Dein Umfeld ist ein wichtiger Faktor für Resilienz. Wichtig ist, dass du Personen in deinem Umfeld hast, denen du vertraust. Ein soziales Netzwerk, auf das du bei Problemen zurückgreifen kannst.
Du wirst merken, dass Freunde und Familie dir gerne helfen. Denn du musst nicht alles alleine stemmen.

5. Selbsthilfefertigkeiten

Resiliente Menschen haben ein realistisches Einschätzungsvermögen. Denn sie sehen, was sie alleine hinbekommen. Sie sehen aber auch, wo sie Hilfe brauchen und können Probleme kommunizieren. Dadurch können sie sich selbst helfen, Krisen zu bewältigen.

6. Eigenverantwortung

Natürlich läuft nicht immer alles super. Deshalb stehst du ja vor Problemen und Herausforderungen. Wichtig ist, hier die Verantwortung zu übernehmen.
Wenn du die Verantwortung im Außen und bei anderen suchst, bringst du dich selbst in eine passive Position. Das heißt, du kannst nichts tun. Du bist den Umständen und deinem Umfeld hilflos ausgeliefert.
Übernimmst du allerdings die Verantwortung, kannst du etwas bewirken. Du kannst das Problem oder die Krise aktiv angehen. Und es liegt in deiner Hand, sie zu lösen.

Wie du besser mit Krisen umgehen lernst

1. Akzeptanz

Je eher du annimmst, was gerade ist, desto eher kommst du zur Ruhe und siehst die Dinge klarer.
Akzeptiere die Situation, in der du dich befindest. Akzeptieren heißt auch, die Situation zu betrachten. So gewinnst du neue Perspektiven und kannst nach neuen Wegen suchen, sie zu bewältigen.

2. Bewusst machen

Werde dir deiner selbst bewusst.
Wenn du dir deiner selbst bewusst bist, erkennst du deine Handlungsmöglichkeiten und deine Grenzen. Was kannst du tun? Und wo kommst du nicht weiter?
Übernimm die Verantwortung und glaube an deine Selbstwirksamkeit. Geh das Problem an und werde aktiv. Nimm es in die Hand, denn du hast alle Ressourcen in dir.

3. Hilfe annehmen

Du hast deine Grenzen erkannt? Prima. Jeder Mensch hat Grenzen. Du musst dich nur trauen, sie dir anzusehen. Akzeptiere sie und frage um Hilfe. Dein Umfeld wird froh sein, dir helfen zu dürfen. Aktiviere also dein Netzwerk und schöpfe Kraft aus den lieben Menschen, die dich umgeben.

4. Erfolgstagebuch

Halte deine Erfolge fest.
So lernst du langfristig an dich zu glauben.

Ein schöner Weg hierfür ist, ein Erfolgstagebuch zu führen. Notiere deine Erfolge zum Beispiel abends vor dem Schlafengehen.
Nimm auch die kleinen Erfolge wahr, denn es muss nicht immer etwas großes sein.
Freue dich, dass du die Sonne wahrgenommen hast.
Vielleicht du hast heute zu jemandem Nein gesagt und deine Grenzen geachtet.
Oder du hast heute etwas besonders leckeres gekocht.
Erlaube dir, dich daran zu erfreuen.

Wenn du grade an einem schwierigen Punkt im Leben bist, kannst du in deinem Büchlein blättern und Kraft aus dir selber ziehen.
Denn hier kannst du die Dinge ansehen, die du schon geschafft hast.
Vielleicht musst du nur daran erinnert werden, dass du toll bist. Dein Erfolgstagebuch kann dir dabei helfen.

5. Erholung

Gönn‘ dir Pausen.
Es ist vollkommen okay, dass dir manchmal alles zu viel wird. Besonders in Problemlagen, Krisen und Stresssituationen wächst uns manchmal alles über den Kopf.
Wichtig dabei ist, dass du nicht einfach kopflos weitermachst.
Sondern auch hier deine Grenzen erkennst. Trau dich, sie anderen gegenüber zu setzen. Tritt einen Schritt zurück und hole Atem.

Denn Resilienz bedeutet nicht, sich abzuhärten und über die eigenen Grenzen zu gehen.

Um psychisch Widerstandsfähig zu sein, brauchst du deine Kraft. Und Kraft kannst du aus Erholung schöpfen. Erlaube dir also, innezuhalten und dich um dich selbst zu kümmern.
Denn du selbst bist der wichtigste Mensch in deinem Leben.

6. Achtsamkeit

Ein weiterer schöner Weg, deine Resilienz zu schulen, ist die Achtsamkeit. Achtsamkeit bedeutet, mit deiner Aufmerksamkeit im Hier und Jetzt zu sein. Wahrnehmen, was gerade passiert und eine akzeptierende Haltung einzunehmen. So kannst du Stress abbauen und Erholung schaffen.
Dadurch wirst du zuversichtlicher und optimistischer und findest zu deiner Kraft.

7. Entscheidungen treffen

Trau dich, Entscheidungen zu treffen.
Wenn du es nicht versuchst, wirst du niemals wissen, ob es die richtige Entscheidung war. Vielleicht wirst du dich immer fragen: „Was wäre gewesen, wenn…“. Probier‘ es also einfach mal aus.
Stellt sich eine Entscheidung als falsch heraus, musst du den Weg ja nicht weiter verfolgen. So fängst du an, Verantwortung zu übernehmen und an dich und deine Fähigkeiten zu glauben.

Du möchtest mehr über Resilienz wissen?

Du bist begeistert, was in dir schlummert und möchtest gerne mehr erfahren?

Für einen kurzen Überblick empfehle ich dir das Buch „Resilienz“ von Ella Gabriele Amann(*). Es bietet einen gute Übersicht zu Resilienz.

Möchtest du tiefer einsteigen, kann ich dir nur das Buch „Wie man ein Kind stärken kann“ von Irit Wyrobnik(*) ans Herz legen. 
Es ist ein wenig umfangreicher und ist eigentlich an Eltern oder Fachkräfte gerichtet. Aber alles, was für Kinder gilt, ist auch für dich als Erwachsene gut.
Ich finde, das Buch ist super aufgebaut und sehr verständlich geschrieben.

Teile deine Erfahrungen gerne mit mir.
Was hast du für Erfahrungen mit deiner psychischen Widerstandsfähigkeit gemacht? Wie meisterst du Probleme? Was ist dein Weg aus der Krise?
Lass es mich gerne in den Kommentaren wissen.

In Liebe,
Pia

Dieser Beitrag hat 5 Kommentare

  1. Wow Pia so ein wundervoller Text. Ich werde ihn immer mal wieder lesen. Es steckt soviel mehr in deinen Worten als es sich mit einem Mal lesen erfassen lassen würde. Wunderschön. Danke dafür!

    1. Liebe Mia, vielen Dank, für deine Kommentare und lieben Worte! Sie berühren und freuen mich sehr und es ist so schön, wenn ich dir etwas mitgeben kann <3 Ganz viel Liebe sende ich dir!

  2. So ein schöner Text. Danke dir von Herzen dafür.

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Hey, ich bin Pia.
Auf diesem Blog zeige ich dir, einen entspannten Umgang mit dir selbst.
Ich möchte Erholung in deinen Alltag integrieren und über den weiblichen Körper und die weibliche Sexualität aufklären, um einen gelassenen Umgang damit schaffen.
Vielleicht kann ich das ein oder andere Tabu für dich brechen und Wissenslücken schließen.
Ganz viel Spaß auf Vulvarine.

Mehr über mich…

#vempowerment

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