Menstruation am Arbeitsplatz – lebe nach deinem Zyklus

Kennst du das?

Starke Unterleibschmerzen, die in deinen Rücken und die Oberschenkel ausstrahlen.

Allgemeines Unwohlsein.

Übelkeit oder Erbrechen.

Appetitlosigkeit.

Kopfschmerzen oder Migräne.

Rückenschmerzen.

Durchfall oder Verstopfung.

Schwacher Kreislauf.

PMS vor Einsetzen deiner Monatsblutung.

Und das alles als nette Begleiterscheinung deiner Menstruation?

Dann geht es dir leider so, wie ca. 90% aller Frauen.

Fraulichkeit veranstaltet eine Blogparade, die dazu aufruft, sich Gedanken über Menstruation am Arbeitsplatz zu machen.

Wie gehst du damit um, wenn du 1x im Monat von solchen Beschwerden geplagt bist? Normales Arbeiten wird dir sicher kaum möglich sein? Hast du das Glück, dass deine Kolleg*innen dich verstehen und es kein Problem ist, dass du zu Hause bleibst? Besser noch, dass du genau mit der Begründung, dass du deine Menstruation hast, zu Hause bleibst?

Wenn es dir so geht, ist das ganz wunderbar, wobei deine Beschwerden natürlich ganz und gar nicht wunderbar sind.

Wenn du zu den Glücklichen gehörst, die keine Beschwerden haben, ist auch das wundervoll und wahrscheinlich wirst du ohne Probleme arbeiten gehen können.

Oder geht es dir so, wie ca. 80% aller Frauen in Deutschland, die sich trotzdem zur Arbeit schleppen?

Seit kurzem spricht Deutschland über den Menstruationsurlaub, wie es ihn etwa in Japan, Taiwan oder Südkorea gibt. Das bedeutet, Frauen bekommen extra Urlaubstage, falls sie Menstruationsbeschwerden haben. Wenn sie doch während ihrer Monatsblutung arbeiten gehen, bekommen sie das extra bezahlt.

In Deutschland gibt es allerdings noch keinen Menstruationsurlaub. Und solange es ihn nicht gibt, musst du schauen, wie du für dich einen guten Umgang zwischen Menstruation und Arbeit finden kannst.

Wissen über deine Menstruation

Ich denke, es ist wichtig, dass du verstehst, was dein Körper während deiner Menstruation und während deines gesamten Zyklus leistet.

Hierfür empfehle ich dir meinen Artikel über die Menstruation. Ich erkläre dir in dem Artikel, was während deines gesamten Zyklus in deinem Körper passiert und wie du einen positiven Bezug zu deiner Menstruation aufbauen kannst.

Ich denke, dass mehr Wissen einer der ersten Schritte ist, sich einem Thema zu nähern. Und was Menstruation angeht, herrscht leider nicht nur in Deutschland immer noch ein großes Tabu.

Wenn du deinen Körper und deinen Zyklus erst einmal verstehst, bekommst du einen neuen Zugang zu ihm. Du lernst, ihn zu deuten und erkennst, was du brauchst. Warum es wichtig ist, auf dich zu hören und dich selbst an erste Stelle zu setzen, erzähle ich in meinen Artikeln über Resilienz und Achtsamkeit. In den Artikeln findest du außerdem konkrete Übungen, die dich in deine Kraft bringen und es dir ermöglichen, dich wichtig zu nehmen.

Denn auch Menstruationsbeschwerden werden oft nicht ernst genommen. Häufig von Männern, weil es ihnen verständlicherweise schwer fällt, sich in eine menstruierende Frau zu versetzen.

Nun ist es aber leider so, dass wir in einer von Männern dominierten Welt leben. Deshalb ist auch für Männer mehr Wissen über Menstruation unglaublich wichtig.

Und das kannst du schaffen, indem du dich zuerst informierst und diese Informationen weitergibst.

So kannst du ganz konkret dazu beitragen, dass Menstruation enttabuisiert wird. Du kannst einen normalen Umgang mit dem Thema schaffen.

Menstruation ernst nehmen

Und zu diesem Wissen gehört auch, dass du dich, deinen Körper, deinen Zyklus, deine Menstruation und deine Beschwerden ernst nimmst.

Es ist wichtig, dass du auf dich hörst und dir das nimmst, was du brauchst, vor allem, während deiner Menstruation. Dein Körper bittet dich in dieser Zeit häufig, ein wenig langsamer zu machen und kürzer zu treten. Ich denke, wenn du auf ihn hörst, wird es dir besser gehen.

Außerdem ist es wichtig, dass du über dich selbst bestimmst und nicht andere bestimmen lässt. Wenn du trotz Menstruationsbeschwerden zur Arbeit gehst, stellst du deine Arbeit über dein eigenes Wohlergehen. Und ich glaube, sich für die Arbeit kaputt zu machen, lohnt sich nicht.

Nimm also deine Menstruation ernst und nimm dir in der Zeit das, was du brauchst.

Lebe nach deinem Zyklus

Vielleicht fällt es dir schwer, für dich einzustehen und dich selbst über deine Arbeit zu setzen. Das kann daran liegen, dass deine Menstruation und dein Zyklus nicht in unsere deutsche Leistungsgesellschaft passt.

Paradoxerweise ist es aber auch unter dem Gesichtspunkt völlig okay, dir während deiner Menstruation eine Auszeit zu gönnen.

Denn dein weiblicher Zyklus ist bestimmt von einem komplexen Zusammenspiel verschiedener Hormone. Und dein Körper weiß schon, was in der jeweiligen Phase gut für dich ist. Und während du während deiner Menstruation vielleicht nicht super leistungsfähig bist, bist du anschließend 2 – 3x leistungsfähiger. Das heißt, dass du ganz ohne Mühe sehr hohe Leistungen erbringen kanst und es deshalb gar nicht schlimm ist, dich während deiner Menstruation zurückzuziehen. Deine eine Zyklusphase gleich die andere sozusagen aus.

Du musst also eigentlich „nur noch“ lernen, deinem Körper zuzuhören.

Die 4 Phasen deines Zyklus

Du kannst dir deinen Zyklus ähnlich vorstellen, wie einen Jahreskreislauf der Natur – die 4 Jahreszeiten.

Die Zeit während deiner Menstruation wäre dann der Winter.

Frühling ist die Zeit nach deiner Menstruation und vor deinem Eisprung.

Dein Eisprung entspricht dem Sommer.

Und Herbst ist die Zeit nach deinem Eisprung und vor der Menstruation – die prä – menstruelle Phase.

1. deine Menstruation – Winter

Wie auch im Winter, verlangt dein Körper hier nach Rückzug und dass du dich ihm zuwendest.

Dein Körper ist sehr empfindsam und auch deine Intuition auf ihrem Höhepunkt.

Es gibt Kulturvölker, in denen werden menstruierende Frauen verehrt, weil sie in dieser Phase viel Weisheit in ihren Stamm bringen.

Auch du kannst in der Phase auf deinen Instinkt hören. Du kannst also deinem Körper vertrauen, wenn er dich um Ruhe bittet. Denn, wenn du ihm diese Ruhe gibst, kann er deine Energie auf ganz natürliche Weise recyceln. Das bedeutet, in der Phase kannst du viel Kraft für den Rest deines Zyklus schöpfen, wenn du dir eine Auszeit gönnst.

Dein Bedürfnis nach Ruhe ist in der Zeit also ganz normal. Wie auch im Winter möchtest du dich vielleicht lieber zurück ziehen.

2. deine Zyklusphase nach der Menstruation – Frühling

In dieser Phase reift deine Eizelle im Eierstock heran.

Wie auch oft der Frühling ist es eine Phase der Energie und des Aufbruchs. Etwas neues passiert und du hast die Kraft, deine Arbeit und neue Projekte anzugehen.

Du sprühst förmlich vor Energie. Im Frühling kennst du das vielleicht von Frühlingsgefühlen, die dich dynamisch werden lassen.

3. dein Eisprung – Sommer

Dein Eisprung entspricht dem Sommer.

Wie vielleicht auch im Sommer bist du Energiegeladen. Du fühlst dich attraktiv und begehrenswert und auch dein Sexualtrieb ist hier auf seinem Höhepunkt. Denn wenn du in der Phase ungeschützten Geschlechtsverkehr hast, bekommst du vielleicht 9 Monate später ein Kind.

In der Phase erledigst du deine Arbeit mit Leichtigkeit – es ist deine fruchtbare Phase. Fruchtbar nicht nur in Bezug auf deinen Körper, sondern auch hinsichtlich deines Privatlebens oder Arbeitsalltags. Denn weil du während der Zeit deines Eisprungs besonders selbstbewusst bist, fällt es dir leicht, andere von dir und deinen Ideen zu überzeugen.

In der Phase bist du zu hohen Leistungen fähig und in deiner Hochform.

4. deine Zyklusphase vor der Menstruation – Herbst

Deine Energie zieht sich in der Phase langsam zurück.

Dein Körper verlangt nach ein wenig mehr Ruhe. Vielleicht willst du etwas loslassen, von dem du merkst, dass es dir Kraft raubt und dir nicht gut tut. Ähnlich, wie der Herbst, in dem die Natur sich auf den Winterschlaf vorbereitet und die Bäume beispielsweise ihre Blätter verlieren.

Viele Frauen leiden in dieser Zeit an PMS. Das prämenstruelle – Syndrom. Wenn dein Körper Heißhungerattacken hat oder sich langsam zurückziehen möchte, gib ihm ruhig, was er braucht. So wirst du ausgeglichener und entspannter, wenn du nicht gegen die natürlichen Vorgänge in deinem Körper kämpfst.

Wie du lernen kannst, nach deinem Zyklus zu leben

Das zivilisierte Leben und die Leistungsgesellschaft, in der du lebst, macht es dir natürlich nicht leicht, nach deinen Zyklusphasen zu leben.

Heute sind wir abgekapselter von der Natur und damit auch von uns und unseren Instinkten. Dabei ist es so wichtig, auf deine Intuition zu hören, denn sie weiß, was gut für dich ist.

Das Problem ist, dass Instinkt und Intuition nicht greifbar sind. Deshalb fällt es dir vielleicht schwer, ihnen zu vertrauen.

Versuche dich in kleinen Tippelschritten auf deinen natürlichen Zyklus zu besinnen.

Falls du hormonell verhütest, wäre ein erster Schritt, die Pille abzusetzen, weil du keinen natürlichen Zyklus hast, wenn du sie nimmst.

Was die Pille mit deinem Körper macht und warum und wie du sie absetzen solltest, erkläre ich dir in diesem Artikel.

Als nächstes kannst du kleine Achtsamkeitsübungen in deinen Alltag integrieren. Einige Übungen findest du in diesem Artikel.

So lernst du, mehr und mehr zu dir zu kommen und auf dich und deine Bedürfnisse zu hören.

Vor allem Naturerfahrungen und Meditation können dir dabei helfen, deinen natürlichen Zyklus kennenzulernen und zu hören, was du brauchst.

Das alles passiert natürlich nicht von heute auf morgen. Aber je eher du beginnst, desto eher wird es dir mit deiner Menstruation und auch insgesamt besser gehen.

Ich kann dir wirklich nur ans Herz legen, dir eine Chance zu geben. Seit ich die Pille abgesetzt habe und meine Menstruation wertschätze, habe ich einen neuen und positiveren Bezug zu meinem Körper bekommen. Und das wünsche ich mir auch für dich.

Also, wende dich dir selbst zu und höre auf deine innere Stimme, die weiß und dir sagt, was sie braucht.

Mehr erfahren...

Du möchtest mehr über deinen weiblichen Zyklus und das Zusammenspiel der Natur wissen?

Möchtest du ein wenig mehr über das hormonelle Zusammenspiel erfahren, kannst du dir diesen Artikel durchlesen und ein wenig auf dem Blog rumstöbern.

Wenn du an den spirituellen Aspekten interessiert bist, empfehle ich dir diesen Blog.

Und den Artikel, warum die Autorin während ihrer Menstruation nicht arbeiten geht, finde ich auch lesenswert.

Unter den Hashtags #fraulichkeit und #menstruationamarbeitsplatz findest du weitere Artikel zu diesem Thema und mehr Infos zur Blogparade.

Wie gehst du damit um, wenn du deine Menstruation hast? Lebst du vielleicht sogar schon nach deinem Zyklus?

Gönnst du dir eine Auszeit und Ruhe? Oder gehst du trotzdem arbeiten? Wie offen wird an deinem Arbeitsplatz über Menstruation gesprochen?

Das alles interessiert mich wahnsinnig, also lass es mich unbedingt in den Kommentaren wissen.

In Liebe,

Pia

Dieser Beitrag hat 2 Kommentare

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Hey, ich bin Pia.
Auf diesem Blog zeige ich dir, einen entspannten Umgang mit dir selbst.
Ich möchte Erholung in deinen Alltag integrieren und über den weiblichen Körper und die weibliche Sexualität aufklären, um einen gelassenen Umgang damit schaffen.
Vielleicht kann ich das ein oder andere Tabu für dich brechen und Wissenslücken schließen.
Ganz viel Spaß auf Vulvarine.

Mehr über mich…

#vempowerment

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