Weibliche Spiritualität – wie du deine Energie entdecken und stärken kannst

Ich schreibe den Artikel im Rahmen der Blogparade Was ist Spiritualität von Hier & Text.

Spiritualität ist für mich ein sehr persönliches Thema und ich habe lange überlegt, ob ich tatsächlich an der Blogparade teilnehmen soll. Dann dachte ich mir aber: Wer nicht wagt, der (in meinem Fall die) nicht gewinnt und bin jetzt einfach ganz mutig und schreibe diesen Text.

In diesem Artikel erkläre ich dir, was Spiritualität für mich ganz persönlich bedeutet. Falls meine Definition bei dir Anklang findet, findest du am Ende ein paar Tipps, wie du deine weibliche Energie entdecken und stärken kannst, um dein volles Potenzial für dich zu entfalten.

Was bedeutet Spiritualität?

Viele verbinden mit Spiritualität eher etwas negatives. Deshalb schauen wir uns zuerst einmal an, woher das Wort kommt und was es genau bedeutet – ganz nüchtern und wissenschaftlich.

Also:

Das Wort Spiritualität kommt vom mittellateinischen Wort spiritualis, was bedeutet zur Luft gehörig, zum Atem gehörig.

Der Duden beschreibt die Bedeutung des Wortes als Geistigkeit oder inneres Leben.

Das Gegenwort zur Spiritualität ist Materialismus. Das bedeutet, alle Vorgänge werden vom Grund der Materie her betrachtet und erklärt.

Spiritualität heißt also einfach nur, an eine geistige, an eine nicht-materielle Ebene zu glauben bzw. diese überhaupt nur für möglich zu halten.“

Was bedeutet Spiritualität für mich?

Yin und Yang – Gegensätze im Einklang

Yin und Yang sind zwei entgegengesetzte Kräfte, die sich gegenseitig bedingen. Das heißt, das eine kann ohne das andere nicht existieren.

Sie beziehen sich aufeinander und stehen im Einklang. Trotzdem sie gegensätzlich sind.

Sie schaffen die perfekte Balance. Sie ergänzen sich. Und nur gemeinsam ergeben sie ein Ganzes.

Yin verkörpert die weibliche Energie.

Das Yin steht für den Mond, Passivität, Schatten und Stille. Es ist die weiche nach innen gerichtete Energie – Empfangen.

Das Yang ist das männliche Prinzip.

Es verkörpert die Sonne, Aktivität und Licht. Es ist die nach außen gerichtete Energie – das Geben.

Yin und Yang fließen ineinander. Sie sind nicht vollkommen und ständig in Bewegung. Mal dominiert das Yin und mal das Yang.

Eine Imbalance entsteht erst, wenn das Gleichgewicht gestört ist.

Wir alle haben Yin Anteile, also weibliche Anteile. Und wir alle haben Yang Anteile, also männliche Anteile.

Das Bild der Yin und Yang Zeichen finde ich super stark, weil es beide Energien verkörpert, die wir alle in uns tragen. Und Energie ist Spiritualität. Energie ist etwas, was wir nicht greifen können, trotzdem besteht alles auf unserer Welt aus Energie.

Bei einigen von uns ist die weibliche Kraft stärker ausgeprägt und bei anderen der männliche Anteil.

Beides ist okay und hat eine Daseinsberechtigung.

Akzeptierst du beide, als Teile von dir, kommst du in dein wahres Potenzial und entfaltest deine volle Kraft und Stärke.

Spirituelle Weiblichkeit

Trotzdem wir gebürtigen Frauen auch alle männliche Anteile in uns haben, ist der weibliche Teil die ursprünglichste unserer Kräfte.

Die Quelle deiner weiblichen Urkraft findest du in deinem Schoßraum: deine Vulva und deine Vagina. Jeden Monat kannst du aufs Neue Leben erschaffen, einfach weil du eine Frau bist, einen weiblichen Zyklus hast und menstruierst.

Weil ich diese weibliche Urkraft unglaublich stark und kraftvoll und halt gebend finde, werde ich ein wenig näher darauf eingehen.

Naturverbundenheit als Spiritualität

Durch deinen weiblichen Zyklus und dadurch, dass du menstruierst, bist von deiner Natur aus ganz eng mit der Erde und mit der Natur verbunden.

Sowohl ein Jahreszeitenkreislauf, als auch ein Mondzyklus (hier steckt sogar schon das Wort Zyklus drin) läuft ganz ähnlich ab, wie dein weiblicher Zyklus.

Wenn du lernst, in deinem Zyklus auf dich zu achten und nach deinem Zyklus und deinen Bedürfnissen zu leben, wirst du merken, wie es dir besser geht.

Wie genau du das lernen kannst und warum es super schön für dich ist, kannst du hier nachlesen.

Seit einem Jahr mache ich eine Ausbildung zur Wildnispädagogin und hier habe ich ganz besonders gemerkt, was für eine Anziehung und Ruhe die Natur auf mich hat.

Das faszinierende ist, dass wir – je nach Studienlage – erst 1 – 5% der Menschheitsgeschichte zivilisiert leben. Zivilisiert heißt, nicht mehr als Jäger und Sammler.

Wie auch die Jäger und Sammler hast also auch du tief in dir eine sehr gute Intuition, um intuitiv mit und nicht gegen die Natur und damit auch deine Natur zu leben.

Deine weibliche Intuition ist etwas zutiefst spirituelles.

Durch die Ausbildung durfte ich am eigenen Körper erfahren, wie intuitiv er arbeitet, wenn ich ihn nur lasse – und das trotzdem ich ein totales Stadtkind bin: in Berlin aufgewachsen und nun in Hamburg lebend.

Während der Ausbildung haben wir primitiv eine Woche lang im Wald gelebt. Während dieser Zeit haben wir eine Übung gemacht, bei der uns die Augen verbunden wurden und wir allein mit der Hilfe unseres Gehörs zu einer unregelmäßig schlagenden Trommel durch einen dichten Waldabschnitt laufen sollten. Zum Glück wusste ich vorher nicht, wie dicht der Abschnitt tatsächlich ist. Als ich dann die Augenbinde abgenommen habe, war ich erst mal ziemlich sprachlos, weil das Waldstück tatsächlich sehr dicht bewachsen war. 2 x hat mein Knie einen Baum berührt, als ich mit geschlossenen Augen durch den Wald gelaufen bin, was echt der Wahnsinn ist.

Wenn wir sie lassen, bringt uns unsere Intuition tatsächlich sehr weit.

Und weil du eine Frau bist, hast du das Glück deine weibliche Intuition zu besitzen. Und ihr kannst du vertrauen.

Denn durch den Yin Anteil in deiner Persönlichkeit besitzt du eine angeborene Einfühlungsgabe und eine hohe Sensibilität und Sensitivität. Und genau deshalb ist es super wichtig, ganz achtsam mit dir zu sein, um deine Intuition nicht zu übertönen.

Meist ist sie nämlich eher zart und leise. Wenn du lernst, (auf) sie zu hören, wird das dein Leben mit Sicherheit sehr bereichern.

Und das schöne ist, die Natur wartet nur darauf, dass du dich ihr hingibst. Wenn du dich für sie öffnest, empfängt sie sich mit offenen Armen und trägt dich.

Spiritualität ist also für mich:

  • Achtsamkeit

  • Aufmerksamkeit

  • Energie

  • Verbundenheit mit deinem Innersten und deiner Seele

  • Sexualität

  • Weisheit

  • Verbundenheit mit Erde und Natur

  • Urvertrauen

  • Innerer Frieden

Finde deine Spiritualität

Vielleicht stimmst du mit meiner Sicht auf Spiritualität total überein. Vielleicht auch nur teilweise oder gar nicht.

Und vielleicht fragst du dich jetzt, wie du deine Spiritualität finden kannst?

1. Achtsamkeit

Achtsamkeit ist die Fähigkeit ganz im gegenwärtigen Augenblick zu sein. Und das, ohne zu werten.

Durch Achtsamkeit entschleunigst du automatisch und kannst die Dinge aus einem entfernteren Blickwinkel und in einem neuen Licht betrachten.

Achtsamkeit kann dir also gut helfen, Herausforderungen neu zu sehen und zu meistern.

Außerdem findest du durch Achtsamkeit zur Ruhe und sie lässt sich gut in deinen Alltag integrieren.

Wenn du noch mehr über Achtsamkeit wissen möchtest und konkrete Übungen haben willst, kannst du dir super gerne meinen Artikel durchlesen.

2. Ehrlichkeit

Sei ehrlich zu dir selbst und beobachte dich. Und zwar nur dich.

Versuche alle anderen um dich herum auszublenden und nur auf deine Stimme zu hören und darauf, was sie dir sagt.

So lernst du dich selber besser kennen, erfährst, was du brauchst und was deine Spiritualität sein kann.

Wenn dir das gelingt, kannst du in dir Ruhen und bist nicht mehr auf die Meinungen anderer angewiesen. Am Anfang mag sich das vielleicht komisch anfühlen, letztendlich verbringst du mit dir aber die meiste Zeit in deinem Leben und deshalb ist es super wichtig, dich gut zu kennen.

Wenn du weißt, was du brauchst, kannst du es dir nehmen und so lernen, die beste Version deiner selbst zu sein und genau das Leben zu führen, was du möchtest und was genau das Richtige für dich ist.

Hör auf deine innere Stimme, auch, wenn sie dich vielleicht wegleitet von materiellen Dingen. Probier es einfach mal aus, ob es sich gut für dich anfühlt.

Stärke deine Spiritualität

1. Annehmen und akzeptieren, was kommt

Höchstwahrscheinlich kannst du viele Situationen eh nicht ändern. Und auch, wenn es sich in der jetzigen Situation vielleicht total kacke und schlecht anfühlt, bin ich der festen Überzeugung, dass alles, was passiert und jede Erfahrung für etwas gut ist.

Hab Vertrauen in dich und in deine Umgebung. Alles geschieht aus einem Grund, der oft nicht sofort ersichtlich ist, sondern sich erst später zeigt.

2. Schaffe dir Naturerfahrungen

Ausgehend von meiner Definition von Spiritualität kann ich dir nur raten, dir selbst Zeit in der Natur zu gönnen.

Ich kann hier total runterfahren und abschalten und es fällt mir in der Natur sehr viel leichter zu mir zu kommen und in mich zu horchen. Allein schon, weil es einfach viel leiser und ruhiger ist, als in der Stadt.

3. Atme

Auf den ersten Blick mag das vielleicht simpel klingen, aber für mich ist Atem und atmen ein ganz wesentlicher Teil von Spiritualität.

Einmal komme ich durch ganz bewusste Atemübungen sehr schnell zur Ruhe (eine solche Übung kannst du hier finden)

Und dann nehme ich meinen Körper sehr viel bewusster wahr und lerne ihn so besser verstehen.

4. Übe Tantra

Sexualität ist für mich auch Spiritualität. Allerdings nicht jede Form der Sexualität, sondern ganz achtsame Sexualität.

Hier lernst du, in dich zu spüren und dich zu fühlen.

Durch Tantra kommst du ganz bei dir und deinem*r Partner*in an und kannst lernen beim Sex du selbst zu sein und dich ganz hinzugeben.

Tantra ist aber viel mehr als nur der reine Sex. Tantra kann als spirituelle Lebenspraxis verstanden werden, die viel mit Hingabe, Zurückhaltung und Achtsamkeit zu tun hat.

Und Sexualität ist eine unserer ursprünglichsten Kräfte. Außerdem haben wir hier viel mit der Natur gemeinsam. Auch Pflanzen und Tiefe pflanzen sich fort und sind triebgesteuert.

Als Einstieg kannst du auch erst mal Slow Sex versuchen, wenn du nicht gleich mit Tantra einsteigen möchtest. Denn Slow Sex und Tantra haben viele Parrallelen.

5. Meditiere

Es gibt ganz viele verschiedene Arten zu meditieren. Zum Beispiel eine Atemmeditation oder eine Achtsamkeitsmeditation. Auch Tantra kann eine Art der Meditation darstellen.

Die Meditationspraxis kommt aus dem fernen Osten und wird hier als spirituelle Praxis gesehen, da es dir gelingen kann in einen höheren Geisteszustand zu kommen.

Zu meditieren ist ein wenig Übungssache, wenn du dich aber davon nicht abschrecken lässt und regelmäßig übst, wirst du auf jeden Fall Erfolg haben.

Durch Meditation lernst du deine Gedanken von außen zu beobachten und dich nicht von ihnen überrollen zu lassen. Dadurch fällt es dir leichter auch in schwierigen Situationen einen klaren Kopf zu bewahren und du kommst runter und zur Ruhe.

Wenn du mehr über Meditation wissen möchtest, lies dir super gerne meinen Artikel dazu durch.

6. Übe (Kundalini) Yoga

Auch durch Yoga kannst du in einen meditativen Zustand kommen und mehr zu dir finden.

Ganz besonders eignet sich aber dafür Kundalini Yoga. Kundalini ist die Schlangenkraft, die du durch Kundalini Yoga wecken kannst. Sie sitzt im Kronen Chakra.

In deinem Körper gibt es 7 Chakren:

  1. Kronenchakra: Spiritualität, Tor zum höheren Selbst

  2. Stirnchakra: Bewusstsein, Verbindung zur Seele

  3. Halschakra: Kommunikation, seelischer Ausdruck

  4. Herzchakra: Liebe, Heilung

  5. Solarplexus Chakra: Weisheit, Glaubenssätze

  6. Sakralchakra: Sexualität, Kreativität, Emotionen

  7. Wurzelchakra: Urvertrauen

Im Kundalini Yoga gibt es Übungen, die die einzelnen Chakren gezielt ansprechen, um sie zu öffnen. Nur, wenn sie von unten nach oben offen sind, kann die Kundalini – Energie fließen. Wenn dein Kronenchakra offen ist, ist es das Tor zum höheren Selbst und deiner Spiritualität.

Aber ich finde auch die anderen 6 Chakren durchaus spirituell und denke, es lohnt sich, alle zu wecken.

Weibliche Spiritualität

Weil du eine Frau bist, kannst du Leben schaffen – du bist eine Schöpferin und bist fest mit der Erde verbunden, denn dein Zyklus richtet sich nach ihr.

Wenn du in deine volle weibliche Kraft kommst, bist du frei und selbstbestimmt, kraftvoll und selbstermächtigend.

Wichtig ist, dass du auf dich hörst.

Spüre, was dich glücklich macht und handel nach diesem Gefühl. Triff deine Entscheidungen, hör auf dich und verstell dich nicht.

Du trägst alles Wissen bereits in dir. Deine weibliche Urkraft.

Wie stehst du zu dem Thema Spiritualität? Was bedeutet Spiritualität für dich und wie lebst du sie? Schreib es mir super gerne in die Kommentare.

In Liebe,

Pia

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Hey, ich bin Pia.
Auf diesem Blog zeige ich dir, einen entspannten Umgang mit dir selbst.
Ich möchte Erholung in deinen Alltag integrieren und über den weiblichen Körper und die weibliche Sexualität aufklären, um einen gelassenen Umgang damit schaffen.
Vielleicht kann ich das ein oder andere Tabu für dich brechen und Wissenslücken schließen.
Ganz viel Spaß auf Vulvarine.

Mehr über mich…

#vempowerment

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