Wie Achtsamkeit deinen Alltag bereichert

Kennst du das, du stehst an der Supermarktkasse und bist genervt, weil es so lange dauert?

Vielleicht hetzt du von einem Termin vom nächsten und findest, der Tag hat zu wenig Stunden. Fragst du dich, was mit deiner Zeit passiert ist?

Du isst einfach schnell zwischendurch, weil du wenig Zeit hast.

Gedanklich bist du ständig mit deinen To – Do Listen beschäftigt.

Du tanzt auf 1000 Hochzeiten gleichzeitig. Willst zu Hause 100% geben und auch im Job?

Hast du das Gefühl, nur noch zu funktionieren und auf Autopilot zu laufen?

Bist du leicht gereizt und ruhst wenig in dir selbst.

Du bist mit den Gedanken vielleicht schon im nächsten Augenblick.
Oder dich beschäftigt etwas, was heute früh passiert ist.

Aber du bist nicht im Hier und Jetzt?

Genau das lernst du durch Achtsamkeit.

Was ist Achtsamkeit und warum ist sie so wichtig?

Achtsamkeit kommt aus dem Buddhismus. Es ist eine Form der Meditation.

Achtsamkeit ist die Fähigkeit im Hier und Jetzt zu leben. Ganz im aktuellen Moment zu sein. Die Aufmerksamkeit auf das zu richten, was gerade passiert.
Es bedeutet, dass du einfach nur wahrnimmst, ohne zu werten. Und das zu akzeptieren, was geschieht.

Du nimmst eine offene und neugierige Haltung ein. Und bist Beobachter von dir selbst und deinem Umfeld.

Dadurch entschleunigst du automatisch. Du kommst runter und bist entspannt.

Denn all die unachtsamen Verhaltensweisen machen auf Dauer krank. Burnout, Depressionen, Angstzustände und Panikattacken können daraus resultieren.

Durch Achtsamkeitsübungen lernst du, entspannt deinem Stress begegnen. Ausgeglichener und gesünder zu leben.

… und was hat das Ganze mit Weiblichkeit zu tun?

Oft fällt es Frauen schwer, für sich einzustehen und ihre Bedürfnisse an erste Stelle zu setzen. Meist mehr als Männern.
Ein Grund hierfür wäre, dass uns Frauen genau das in unserer gesellschaftlichen Rolle und Position vermittelt wird. Anderen den Vortritt lassen, nett, höflich und zuvorkommend sein – sowohl von den Medien, als auch von der Umwelt wird uns dieses Bild der Frau vorgelebt. Dabei wird uns nahe gelegt, es zu übernehmen, um den gesellschaftlichen Erwartungen zu entsprechen.

Genau deshalb gibt es auch mehr Männer als Frauen in Führungspositionen. Das ist einer der Gründe dafür, dass Männer im Durchschnitt 21 % mehr verdienen, als Frauen. Oder warum häufig Frauen die Kindererziehung übernehmen.
Vielleicht nimmst auch du dich für andere zurück. Oder du traust dich nicht, Forderungen zu stellen.

Und ich denke, dass wir lernen sollten, für uns einzustehen.
Wenn du aber völlig erschöpft bist, wird das schwer. Deshalb finde ich es wichtig, dich selbst an erste Stelle zu setzen und deine Akkus aufzutanken.

Erstens zeigst du deiner Außenwelt damit, dass du dich ernst und wichtig nimmst. Denn, wenn du das nicht tust, warum sollten andere es dann machen?

Zweitens schöpfst du dadurch Kraft, um Forderungen zu stellen und selbstbewusst nach Außen zu treten.

Und drittens, kannst du erst für andere da sein und etwas geben, wenn es dir selbst gut geht.

Damit du dich also nicht vergisst, helfen dir die Übungen, Ruhe und Kraft zu tanken.

Du wirst dich nicht mehr so leicht aus der Ruhe bringen und dich nicht so leicht unterbuttern lassen

5 Übungen für mehr Achtsamkeit in deinem Alltag

Du kennst das Gefühl der Achtsamkeit bereits.
Vielleicht bist du bei einer Tasse Café oder Tee ganz bei dir. Genießt die Wärme und den Geschmack.
Möglicherweise richtest du deine Aufmerksamkeit in der Natur ganz auf den Moment. Nimmst wahr, was du hörst, siehst und was um dich herum geschieht.
Oder du kommst durch Sport ganz bei dir an. Spürst deinen Körper und findest Ruhe.

In diesen Momenten bist du bereits achtsam und entschleunigt. Ganz in dem jeweiligen Moment.
Und ohne es bewusst zu merken, bist du achtsam und genießt den Moment.

Aber wie kannst du Achtsamkeit bewusst in deinen Alltag holen, um bewusst zu entspannen?
Das Gute daran ist, du kannst Achtsamkeit lernen.
Denn die folgenden Übungen kannst du ganz einfach und ohne viel Aufwand in deinen Alltag integrieren.

1. Bewusst Atmen

Konzentriere dich auf deinen Atem. Beobachte ihn, wie er fließt.
In welchem Rhythmus atmest du? Atmest du gerade eher schnell oder langsam? Beides ist okay. Nimm deine Atmung einfach nur wahr.
Spüre, wie die Atemluft sich an deinen Nasenflügeln anfühlt. Beim einatmen ist sie eher kalt. Beim ausatmen ist sie wärmer.

Merkst du, wie dein Körper sich mehr und mehr entspannt?

Richte deine Aufmerksamkeit auf deinen Körper.
Was spürst du? Wo fühlst du dich gut an? Wo bist du vielleicht angespannt? Akzeptiere es. Und genieße es, einfach ruhig da zu sein.

Beobachte, wo du dich befindest.
Wo berührt dein Körper den Boden? Was geschieht um dich herum? Was siehst du? Und was fühlst du? Welche Geräusche sind um dich herum?
Nimm es an, ohne zu werten.

Die Übung kannst du überall machen. Mit offenen oder geschlossenen Augen.
In der Bahn, im Büro, zu Hause im Familientrubel, im Streit mit Jemandem, beim Zähneputzen oder an der Supermarktkasse.

Nimm dir nur eine Minute Zeit. Du wirst sehen, es wirkt wahre Wunder.

2. Achtsames Gehen

Wenn du gestresst, von einem Termin zum nächsten hetzt, versuch mal einen Gang runterzuschalten.
Nimm wahr, wie du läufst.

Wo berühren deine Füße den Boden? Wie trittst du auf? Wie verhält sich dein Körper beim Gehen? Was machen deine Arme? Welche Muskeln spannst du an?

So schaffst du es, in die jeweilige Situation zu kommen. Also ganz im Hier und Jetzt zu sein.

Das kannst du auch in anderen Situationen machen.
Einfach wahrnehmen, was du gerade tust.
Wie fließt das Wasser beim Geschirrspülen über deine Hände? Ist es warm oder kalt? Was spürst du?
Wie fühlen sich die Pflanzen und der Boden bei der Gartenarbeit an?
Welche Muskeln spannst du an, wenn du ein Loch in die Wand bohrst?
Wie fühlt sich das Messer in deiner Hand an, wenn du Gemüse schnippelst?

3. Bewusst essen

Essen ist eine wundervolle Tätigkeit. Vielleicht hast du selbst gekocht. Schaffe deshalb Achtsamkeit beim Essen und schätze es wert. So bekommst du auch ein Bewusstsein für die Menge und für die Lebensmittel, die du zu dir nimmst.

Nimm dir beim Essen also Zeit, das Essen wortwörtlich auf der Zunge zergehen zu lassen.
Schau es dir auf dem Teller an. Wie ist es angerichtet? Was siehst du?
Wie riecht es?
Wie fühlt es sich an, das Besteck zum Mund zu führen?
Beobachte, wie sich das Essen im Mund anfühlt. Welche Geschmacksrichtungen nimmst du wahr? Wie fühlt sich dein Körper an? Welche Muskeln bewegst du beim Kauen? Welche beim Schlucken?
Bist du hungrig oder satt?

4. Beobachte die Situation

Halte inne.

Schau, was gerade passiert. Wer ist im Raum? In welcher Situation befindest du dich?
Beobachte deine Gefühle. Alle Gefühle sind okay. Nimm sie einfach nur wahr, ohne sie zu bewerten.

Wenn es dir nicht gelingt, sie nicht zu bewerten, ist das auch vollkommen in Ordnung. Akzeptiere, was passiert und beobachte dich.

5. Dankbarkeit

Dankbarkeit ist wundervoll, für eine positive Sicht auf die Dinge.

Wofür bist du gerade in diesem Moment dankbar?

Die Übung kannst du sehr gut morgens nach dem Aufstehen oder direkt vorm Schlafengehen machen.
Besonders schön ist ein kleines Dankbarkeitstagebuch. Hier hältst du 2-3 Punkte täglich fest, für die du heute dankbar bist.
Aufschreiben hilft dir dabei, die Dankbarkeit zu vertiefen. Und du kannst in deinem Büchlein immer wieder nachschlagen und dir positive Energie holen.

Neue Wahrnehmung durch Achtsamkeit

Ganz automatisch verändert sich deine Wahrnehmung durch Achtsamkeit. Und eine positive Sichtweise wird dir leichter fallen.

Du lernst, Dinge zu akzeptieren und freundlich zu dir zu sein. Du wirst also mehr in die ruhen und näher bei dir sein. Das ist wichtig, da du selbst mit dir am meisten Zeit in deinem Leben verbringst.
Tu dir Gutes, um der Mensch zu werden, der du gerne sein willst.

Mehr Erfahren...

Du möchtest mehr Wissen?

Ich empfehle dir das Sonderheft der Zeitschrift flow(*). Die Zeitschrift kann ich dir generell empfehlen, aber ganz besonders das Heft zur Achtsamkeit. Es bietet einen guten Überblick, ist mit viel Liebe gestaltet und war für mich der perfekte Einsteig ins Thema.

Wenn du wissen möchtest, warum Achtsamkeit ein Teil des Schutzschildes für deine Seele ist, lies dir gerne auch meinen Artikel zur Resilienz durch. Hier erkläre ich dir, was Resilienz bedeutet, was sie mit Achtsamkeit zu tun hat und warum sie so wichtig ist.

Wie hast du Achtsamkeit in deinen Alltag integriert? Wie hat Achtsamkeit deine Wahrnehmung verändert? – Berichte mir gerne in den Kommentaren davon.

In Liebe,
Pia

Dieser Beitrag hat 4 Kommentare

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Hey, ich bin Pia.
Auf diesem Blog zeige ich dir, einen entspannten Umgang mit dir selbst.
Ich möchte Erholung in deinen Alltag integrieren und über den weiblichen Körper und die weibliche Sexualität aufklären, um einen gelassenen Umgang damit schaffen.
Vielleicht kann ich das ein oder andere Tabu für dich brechen und Wissenslücken schließen.
Ganz viel Spaß auf Vulvarine.

Mehr über mich…

#vempowerment

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